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Steuerlexikon

Abschreibung (ital.:  Ammortamento)

Unter Abschreibung wird die Aufteilung der Kosten bestimmter Güter auf mehrere Geschäftsjahre bezeichnet. Gemäss Art. 2426, ZGB werden die Kosten der Sachanlagen sowie der immateriellen Anlagegüter, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, systematisch in jedem Geschäftsjahr im Verhältnis zur verbleibenden Nutzungsdauer abgeschrieben . Die steuerlichen Abschreibesätze sind durch Ministerialdekret vom 31.12.1988 festgesetzt.

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Absichtserklärung (ital.:  Dichiarazione d’intento)

Der Exporteur, sofern er die Voraussetzungen dafür hat, muss seinem Lieferanten anhand einer Absichtserklärung mitteilen, dass er die Güter und Leistungen ohne Mehrwertsteuer erwerben möchte. Der Lieferant ist verpflichtet, die erhaltene Absichtserklärung seines Klienten telematisch an die Agentur der Einnahmen innerhalb der festgesetzten Fälligkeit zu übermitteln.

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Aktiengesesellschaft (ital.:  Società per azioni)

Die Aktiengesellschaft (kurz AG) ist eine Kapitalgesellschaft. Die Beteiligung der Gesellschafter wird durch Aktien dargestellt. Das bedeutet, dass das Gesellschaftskapital auf eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren aufgeteilt ist, wobei jedes Wertpapier bestimmte Rechte und Pflichten gegenüber der Gesellschaft verkörpert. Die Aktiengesellschaft ist durch eine perfekte Vermögensautonomie gekennzeichnet, d.h. das Gesellschaftsvermögen ist gänzlich vom Vermögen der Gesellschafter getrennt, welche nicht für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften. Die Haftung ist auf die Höhe der Einlage begrenzt. Das Gesellschaftskapital der Aktiengesellschaft muss mindestens Euro 120.000 betragen (siehe auch Gesellschaftsorgane).

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Akzise (ital.:  Accisa)

Die Akzise ist eine indirekte Steuer, welche auf bestimmte Güter oder bei deren Produktion und Verbrauch anfällt. Die wichtigsten italienischen Akzisensteuern betreffen jene auf Energieprodukte, elektrische Energie, Alkohol und Tabak. Die Akzise wird im Gegensatz zur Mehrwertsteuer auf die Menge der Güter berechnet. Die Akzisensteuersätze beziehen sich auf die Maßeinheit beim Verkauf der zu besteuernden Güter, beispielsweise Liter für Benzin und Diesel, oder Kilogramm für Heizöl.

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Aufsichtsrat (ital.:  Collegio sindacale)

Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan, welches für die Kapitalgesellschaften und für die Genossenschaften vorgesehen ist. Für die Gesellschaften mit beschränkter Haftung ist der Aufsichtsrat nur dann verpflichtend, wenn das Gesellschaftskapital eine bestimmte Höhe (Euro 120.000) überschreitet, oder wenn die Gesellschaft die Grenzwerte für die Erstellung des verkürzten Jahresabschlusses gemäß Art. 2435bis ZGB, überschreitet. In den anderen Fällen ist die Ernennung des Aufsichtsrates freiwillig und kann in den Satzungen vorgeschrieben werden. Nach der Gesellschaftsreform, welche im Jahr 2004 in Kraft getreten ist, können die Kapitalgesellschaften auch die von den Art. 2409octies - 2409noviesdecies ZGB, vorgesehenen Kontrollmodelle ohne Aufsichtsrat einführen: dualistisches System (den Aktiengesellschaften vorbehalten) und monistisches System (den Aktiengesellschaften vorbehalten). Diese Organisationsmodelle sind jedoch in Italien kaum verbreitet.

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Beschränkungen für die Absetzbarkeit der Mehrwertsteuer (ital.:  Limiti oggettivi di detraibilità IVA)

Für folgende Güter und Leistungen ist die Mehrwertsteuer auf den Einkauf oder Import gänzlich bzw. teilweise nicht absetzbar: Flugzeuge und dazugehörige Leistungen und Spesen, Kraftfahrzeuge und dazugehörige Leistungen und Spesen, Luxusgüter, Personentransport, Geschenke, Repräsentationsspesen, Mobiltelefone und Ankauf und Miete von Wohnungen.

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Betriebsfahrzeuge (ital.:  Autovetture aziendali)

Die Abzugsfähigkeit der Kosten für PKWs ist auf 20% begrenzt, sofern es sich bei der Nutzung der Fahrzeuge nicht um die ausschließliche Unternehmenstätigkeit handelt (Fahrschulen, Vermietung von Fahrzeugen u. ä.).
Werden die Fahrzeuge für die private Nutzung den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt, sind die Kosten für die Fahrzeuge in Höhe von 70% absetzbar.

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Betriebsstätte (ital.:  Stabile organizzazione)

Im OECD-Musterabkommen (Artikel 5, Absätze 1 und 2) wird die "Betriebsstätte" als eine feste Geschäftsstelle bezeichnet, mittels derer das Unternehmen den gesamten oder einen Teil seiner Tätigkeiten ausführt. Insbesondere sind Betriebsstätten: ein leitender Sitz, eine Zweigniederlassung, ein Büro, eine Werkstätte, ein Labor, ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, Steinbruch oder ein anderer Ort der Gewinnung von natürlichen Ressourcen. Eine Baustelle deren Dauer eine bestimmte Frist überschreitet. Für die innerstaatliche Feststellung einer Betriebsstätte muss in erster Linie auf die Doppelbesteuerungsabkommen mit den betreffenden ausländischen Staaten Bezug genommen werden. Im Rahmen der Mehrwertsteuerbestimmungen definiert Art. 9, Paragraph 1 der VI EU-Richtlinie den Betriebsstättenbegriff samt der Rechtsprechung des europäischen Gerichtshofes.

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Bewertungskriterien (ital.:  Criteri di valutazione)

Die Kriterien für die Bewertung der einzelnen Positionen der Aktiva und der Passiva des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen vom Art. 2426 ZGB (Handelsrecht) sowie durch den Artikel. 110 D.P.R. 917/1986 (Steuerrecht) festgelegt.

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Black List (ital.:  Black List)

Das Ministerialdekret vom 04.05.1999 listet folgende Staaten mit bevorzugter Besteuerung auf: Alderney, Andorra, Anguilla, Antigua und Barbuda, Niederländische Antillen, Aruba, Bahamas, Bahrein, Barbados, Belize, Bermuda, Brunei, Zypern, Costa Rica, Dominikanische Republik, Vereinigte Arabische Emirate, Ecuador, Philippinen, Gibraltar, Dschibuti, Grenada, Guernsey, Hong Kong, Isle of Man, Cayman Island, Cook Inseln, Marshal Inseln, Britische Virgin Islands, Jersey, Libanon, Liberia, Liechtenstein, Macao, Malaysia, Malediven, Malta, Mauritius, Monserrat, Nauru, Niue, Oman, Panama, Französisch Polynesien, Fürstentum Monaco, Samoa, San Marino, Sark, Seychellen, Singapur, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und Grenadine, Schweiz, Taiwan, Tonga, Turks und Caicos, Tuvalu, Uruguay, Vanuatu.

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Branchenkennzahlen (ital.:  Studi di settore)

Es handelt sich dabei um besondere Berechnungsmethoden der Agentur der Einnahmen, die für die Bewertung der Ertrags- oder Vergütungsfähigkeit der wirtschaftlichen Tätigkeiten verwendet werden. Die Branchenkennzahlen werden durch eine systematische Datensammlung realisiert, die nicht nur Angaben steuerlicher Natur fordert, sondern auch die strukturellen Eigenschaften, Zielsetzung und wirtschaftlichen Kontexte der jeweiligen Tätigkeit miteinbeziehen. Die Studien ermitteln den Umfang der Erträge oder Erlöse, der mit großer Wahrscheinlichkeit dem Steuerpflichtigen zuerkannt werden kann, indem nicht nur die potentielle Ertragsfähigkeit berücksichtigt wird, sondern auch die internen oder externen Grenzfaktoren des Betriebes, die eine Eingrenzung der Ertragsfähigkeit bewirken können (Produktionsprozess, Marktsituation, usw.). Der Steuerpflichtige kennt durch die Branchenkennzahlen die Kriterien, an die sich die Verwaltung bei der Durchführung der Ermittlungen hält. Indem er vorher weiß, was die Steuerverwaltung von ihm erwartet, kann der Steuerpflichtige die eigenen steuerlichen Verhaltensweisen regeln: indem er die Steuererklärungen den Ergebnissen der Branchenkennzahlen angleicht; indem er bei Vorhandensein gültiger objektiv nachvollziehbarer Begründungen, die eine Abweichung rechtfertigen diese nicht angleicht. Die Anwendung der Branchenkennzahlen erfolgt durch die dazu vorgesehene Software GERICO.

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Buchhaltungsregister (ital.:  Libri contabili)

Die Bestimmungen sehen die Führung von folgenden Buchhaltungsregistern vor: Journal, Inventarbuch, Mehrwertsteuerregister, Register der abschreibbaren Anlagegüter, Kontenlisten, Lagerbuchhaltungsregister. Sonstige Bücher und Register können in sonstigen besonderen Fällen vorgesehen sein.

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Datenschutzbestimmungen (ital.:  Legge sulla Privacy)

Die derzeitigen Bestimmungen zum Datenschutz sind durch die gesetzesvertretende Verordnung Nr. 196/2003 geregelt, welche am 01.01.2004 in Kraft getreten ist. Ziel dieser Verordnung ist es die Anerkennung der Rechte des Einzelnen auf die eigenen Daten und folglich die Regelung der Behandlung dieser Daten, wie deren Sammlung, Verarbeitung, Vergleich, Löschung, Veränderung, Mitteilung oder die Verbreitung.

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Dividenden (ital.:  Dividendi)

Dividenden, ausgeschüttet von Kapitalgesellschaften an andere Kapitalgesellschaften, werden in Höhe von 5% des ausgeschütteten Gewinns besteuert. Werden die Dividenden an natürliche Personen, nicht Unternehmer, ausgeschüttet, wird zwischen qualifizierten und nicht qualifizierten Beteiligungen unterschieden. Handelt es sich um eine qualifizierte Beteiligung, wird 49,72% der ausgeschütteten Dividende besteuert. Bei nicht qualifizierten Beteiligungen wird ein Steuereinbehalt in Höhe von 20,00% vorgenommen. Werden die Dividenden an Unternehmer oder Personengesellschaften ausgeschüttet, wird eine Besteuerung auf 49,72% des Betrages vorgenommen.

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Doppelbesteuerungsabkommen

Ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) - korrekte Bezeichnung: Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung - ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Staaten, mit dem geregelt wird, in welchem Umfang den Vertragsstaaten das Besteuerungsrecht für die in ihrem Hoheitsgebiet erzielten Einkünfte zusteht. Ein DBA soll vermeiden, dass natürliche und juristische Personen, die in beiden Staaten Einkünfte erzielen, in beiden Vertragsstaaten- also doppelt - besteuert werden. Zur Gestaltung der Abkommen, die eine Doppelbesteuerung verhindern sollen, werden 4 Prinzipien herangezogen: Wohnsitzlandprinzip: Eine Person ist in dem Staat steuerpflichtig, in dem sie ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Quellenlandprinzip: Eine Person ist in dem Staat steuerpflichtig, aus dem ihr Einkommen stammt. Welteinkommensprinzip: Der Steuerpflichtige wird mit seinem Welteinkommen besteuert. Territorialitätsprinzip: Der Steuerpflichtige wird nur mit dem Einkommen veranlagt, das er auf dem Territorium des betreffenden Staates erwirtschaftet hat.

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Einbringung (ital.:  Conferimento)

Die Einbringung ist durch die Artikel 2342-2343, 2464-2465, ZGB geregelt. Im Falle der Aktiengesellschaft müssen die Einlagen von einem externen Gutachter, welcher vom Präsidenten des zuständigen Landesgerichtes ernannt wird, bewertet werden. Für die GmbH genügt ein beeidigtes Gutachten eines im Verzeichnis der Rechnungsrevisoren eingetragenen Experten oder einer Revisionsgesellschaft.

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Elektronische Rechnung (ital.:  Fattura elettronica)

Bei vorheriger Zustimmung des Rechnungsempfängers besteht die Möglichkeit die Rechnung in elektronischer Form auszustellen. Die Übermittlung der Rechnung darf keine Makros oder sonstige ausführbare Codes beinhalten. Die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit des Rechnungsinhaltes müssen anhand der angebrachten elektronischen Unterschrift von Seiten des Ausstellers garantiert werden.

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Erbschafts- und Schenkungsteuer (ital.:  Imposta sulle successioni e donazioni)

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wurde mit Gesetz des 24.11.2006 Nr. 286 wieder eingeführt. Steuerbemessungsgrundlage bildet die Gesamtheit der Güter, bzw. die Nettosumme zwischen aktiven und passiven Vermögenswerten der Erbschaft. Für Ehegatten und Verwandte in direkter Linie gilt ein Steuersatz von 4% und ein Freibetrag von Euro 1.000.000 Euro pro Erben. Für Brüder und Schwestern, ein Steuersatz von 6% und ein Freibetrag von Euro 100.000 pro Erben. Bei anderen Verwandten bis zum 4. Grad und Verschwägerte (in direkter und indirekter Linie bis zum 3. Grad) kommt eine Steuersatz von 6 % und für alle anderen Erben ein Steuersatz 8% zur Anwendung.

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Firmenregister (ital.:  Registro delle imprese)

Das Firmenregister (Handelsregister) ist ein öffentliches Amt für die Eintragungen und Veröffentlichungen von Einzelunternehmen und Gesellschaften (Personen- und Kapitalgesellschaften). Das Firmenregister wird von den italienischen Handelskammern geführt (eine je Provinz), durch ihre IT-Gesellschaft Infocamere S.c.p.A. sind sie untereinander vernetzt.

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Fiskalvertreter (ital.:  Rappresentante fiscale)

Alternativ zur direkten Erfassung von nicht ansässigen Mehrwertsteuersubjekten (innerhalb oder außerhalb der EU) können diese für alle erhaltenen oder ausgeführten mehrwertsteuerbaren Vorgänge, zur Ausübung ihrer Verpflichtungen oder Rechte, welche sich aus der Anwendung der Mehrwertsteuerbestimmungen ergeben, einen im Staatsgebiet ansässigen Fiskalvertreter ernennen.

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Formblatt F23 (ital.:  Modello F23)

Der Einzahlungsvordruck F23 wird für die Bezahlung von Gebühren, Steuern, Strafen und in besonderen Fällen, wie z.B. Registrierung der öffentlichen oder privaten Urkunden, Registrierung von Gerichtsurkunden, Beträge an die Gebiets-, Domäne- und Zollagentur verwendet.

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Formblatt F24 (ital.:  Modello F24)

Der Einzahlungsvordruck F24 wird für Bezahlung eines Großteils der geschuldeten Steuern und Sozialabgaben verwendet.

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Freiwillige Berichtigung (ital.:  Ravvedimento operoso)

Der Art. 13 der Ges.v. Verordnung Nr. 472 vom 18.12.1997 sieht die Möglichkeit vor, Unterlassungen oder Unregelmäßigkeiten, sowohl bei der Erstellung und Einreichung der Steuererklärungen als auch bei der Einzahlung der geschuldeten Beträge, zu berichtigen. Durch die freiwillige Berichtigung werden die vorgesehenen Mindeststrafen verringert. Die freiwillige Berichtigung ist binnen der Abgabefrist der Steuererklärung zulässig oder, bei fehlender Einreichung, innerhalb eines Jahres nachdem die Rechtswidrigkeit stattgefunden hat, möglich. Eine wesentliche Bedingung für die Inanspruchnahme der Begünstigung ist, dass die Übertretungen, welche Gegenstand der Richtigstellung sind, von der Steuerbehörde noch nicht festgestellt wurden bzw. keine Zutritte, Inspektionen und Überprüfungen oder sonstige Ermittlungstätigkeiten (Vorladungen, Fragebögen, Unterlagenforderungen, usw.) durch die Steuerbehörde im Gange sind. Durch die freiwillige Zahlung der Steuer oder des geschuldeten Differenzbetrages, der Verzugszinsen und der reduzierten Strafe kann folgendes geregelt werden: unterlassene oder unzureichende Einzahlung der Akonto- oder Saldozahlungen, die aufgrund der Erklärung geschuldet sind; unterlassene oder unzureichende Einzahlung der Quellensteuern, die vom Steuersubstitut getätigt werden; unterlassene oder unzureichende Überweisung der Mehrwertsteuer, auch als Akontozahlung, die sich aus der Jahreserklärung oder den periodischen Abrechnungen ergibt. Die vorgesehene Strafe von 30% wird reduziert auf: 1/8 bzw. 3,75% des geschuldeten Betrages, wenn die Zahlung innerhalb 30 Tagen ab der vorgeschriebenen Fälligkeit oder ab dem Datum erfolgt, an dem die Übertretung begangen wurde; 1/5 bzw. 6% des geschuldeten Betrags, wenn die Bezahlung mit einer Verspätung von mehr als 30 Tagen aber innerhalb des Abgabetermins der entsprechenden Erklärung erfolgt.

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Fusion (ital.:  Fusione)

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen zwei Arten von Fusionen vor: jene durch Verschmelzung von zwei oder mehreren Gesellschaften durch Gründung einer neuer Gesellschaft und jene durch Verschmelzung einer oder mehrerer Gesellschaften in einer bereits bestehenden Gesellschaft. Die Fusion wird durch die Artikel 2501 - 2505-quater ZGB geregelt, die steuerlichen Aspekte durch den Art. 172 D.P.R. 917/1986.

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Gemeindesteuer auf Immobilien (ital.:  ICI)

Die Gemeindesteuer auf Immobilien (ICI - imposta comunale sugli immobili) trifft die im Inland liegenden Gebäude, landwirtschaftlichen Grundstücke und Baugründe sowie betrieblich genutzte Anlagegüter und Immobilien. Die Steuer wird vom Eigentümer bzw. dem Fruchtnießer der Immobilie, oder demjenigen Subjekt, welches ein anderes dingliches Recht auf die Immobilie innehat, entrichtet. Im Falle einer Immobilie in Leasing ist der Leasingnehmer steuerpflichtig. Zur Berechnung der Steuerbemessungsgrundlage wird der Katasterertrag um 5% aufgewertet, und mit dem entsprechenden Koeffizienten (100 für Immobilien der Kategorien A, B, C, 50 für D, A10, oder 34 für C/1) multipliziert. Bei Immobilien der Kategorie D wird der Bilanzwert einschließlich der Abschreibungen zu Beginn eines jeden Besteuerungszeitraumes mit einem Aufwertungskoeffizienten (wird jährlich neu ermittelt) multipliziert. Selbiges gilt auch für andere, nicht im Kataster erfasste Immobilien, während für Baugründe der Verkehrswert (valore venale) herangezogen wird. Der Steuersatz wird innerhalb des 31. Dezembers für das Folgejahr bestimmt und kann zwischen 4 und 7 Promille liegen. Die ermittelte Steuerbemessungsgrundlage wird mit diesem Steuersatz multipliziert und in zwei Raten bezahlt.

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Genossenschaften (ital.:  Cooperative)

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen seit der Gesellschaftsrechtsreform (in Kraft seit 01.01.2004) zwei Kategorien von Genossenschaften vor: die Genossenschaften auf überwiegende Gegenseitigkeit, welche die Voraussetzungen gemäß Artikel 2512 und 2513 ZGB besitzen und die Genossenschaften auf nicht überwiegender Gegenseitigkeit. Nur den Genossenschaften auf überwiegender Gegenseitigkeit sind bestimmte Steuerbegünstigungen gewährt. Die Steuerbegünstigungen für Genossenschaften auf nicht überwiegender Gegenseitigkeit beschränken sich auf die Befreiung von der Körperschaftsteuer (IRES) für den, der verpflichtenden Mindestrücklage (30%) zugeführten Gewinnanteil.

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Gesellschaft mit beschränkter Haftung (ital.:  Società a responsabilità limitata)

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gehört zur Kategorie der Kapitalgesellschaften und haftet somit grundsätzlich nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen, nicht jedoch mit dem Privatvermögen der Gesellschafter (Art. 2462 ZGB). Die GmbH kann mit einem Vertrag oder seit 1993 auch mit einem einzigen Gesellschafter gegründet werden. Das Gesellschaftskapital muss mindestens Euro 10.000 betragen (Art. 2463 ZGB). Für die Gründung ist eine öffentliche Urkunde notwendig, welche bestimmte grundsätzliche Angaben zur Gesellschaft (z. B. Höhe des Gesellschaftskapitals, Gesellschaftsbezeichnung, Gesellschaftszweck) und zur Organisation (z. B. Vertretung, Verwaltung) enthält.

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Gesellschaftsbücher (ital.:  Libri sociali)

Das Zivilgesetzbuch sieht folgende Gesellschaftsbücher vor: Buch der Gesellschafter, Buch der Gesellschafterversammlungen, Buch des Aufsichtsrates, Buch des Überwachungsrates, Buch der Obligationen. Die Gesellschaftsbücher müssen vor Beginn der Eintragungen vidimiert werden.

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Gesellschaftsorgane (ital.:  Organi sociali)

In Kapitalgesellschaften steht die Organisation, die Verwaltung und die Kontrolle getrennten und eigenständigen Gesellschaftsorganen zu. Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien: die Gesellschafterversammlung entscheidet über die interne Organisation und trifft die wichtigsten Entscheidungen der Gesellschaft (Artikel 2363-2379ter, Ital. ZGB); der Verwaltungsrat oder Alleinverwalter hat ausführende Funktion und die Führung der Gesellschaft (Artikel 2380bis-2396, Ital. ZGB); der Aufsichtsrat hat die Kontrollfunktion (Artikel- 2397-2409septies, Ital. ZGB). Gesellschaft mit beschränkter Haftung: die Gesellschafterversammlung entscheidet über die interne Organisation und trifft die wichtigsten Entscheidungen der Gesellschaft (Artikel 2479-2479ter, Ital. ZGB); der Verwaltungsrat, oder Alleinverwalter hat ausführende Funktion und die Führung der Gesellschaft (Artikel 2475, Ital. ZGB); der Aufsichtsrat hat die Kontrollfunktion (Artikel 2477, Ital. ZGB).

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Handelskammer (ital.:  Camera di commercio)

Die Handelskammern (Handels-, Industrie-, Handwerker und Landwirtschaftskammern) sind autonome Körperschaften öffentlichen Rechts. Zu den Aufgaben der Handelskammern zählen die Gesamtvertretung der Wirtschaft im allgemeinen Interesse der Unternehmen, die Beratung öffentlicher Entscheidungsträger, die Wirtschaftsforschung, die Wirtschaftsförderung, die Erbringung von wirtschaftsorientierten Dienstleistungen für die heimischen Betriebe. Die Wirtschaft bestimmt selbst die Zusammensetzung der Organe der Handelskammern und über ihr Tätigkeitsprogramm. Die Handelskammern sind somit Selbstverwaltungskörperschaften der Wirtschaft. Eine wichtige Aufgabe der Handelskammer ist die Wirtschaftsförderung. Diese ist auf die Bedürfnisse der Unternehmen ausgerichtet und umfasst Bereiche wie beispielsweise Weiterbildung, Absatzförderung usw. Die Handelskammern üben auch behördliche Aufgaben aus. Dazu zählen die Führung des Handelsregisters und der Berufsverzeichnisse bis hin zur Ausstellung von Außenhandelsdokumenten.

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In Ausführung befindliche Arbeite (ital.:  Opere e forniture ultrannuali)

Die in Ausführung befindlichen Arbeiten, deren Dauer 12 Monate überschreitet, werden auf der Grundlage der vereinbarten Vergütungen und des Baufortschrittes bewertet. Eventuelle Vorauszahlungen stellen keine Erträge sondern Forderungen gegenüber dem Vertragspartner dar. Die definitiv bezahlten Vergütungen werden als Erträge verbucht.

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Indirekte Steuern (ital.:  Imposte indirette)

Bei den indirekten Steuern wird die Steuer auf einen Dritten übertragen. Die indirekte Steuer steht in keinem Verhältnis zum Einkommen, sondern trifft indirekt die Leistungs- und Beitragsfähigkeit. Zu den indirekten Steuern gehören: Registersteuer, Hypothekarsteuer, Katastersteuer, Stempelsteuer, Werbesteuer, Mehrwertsteuer.

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Innergemeinschaftliche Geschäftsvorgänge (ital.:  Operazioni intracomunitarie)

Es handelt sich dabei um alle entgeltlichen Käufe und Verkäufe, welche die Übertragung des Eigentums oder eines sonstigen dinglichen Rechtes auf bewegliche Güter zum Gegenstand haben und vom Verkäufer, Käufer oder in ihrem Auftrag von einem Dritten von einem EU-Staat in einen anderen transportiert werden und in Ausübung einer Unternehmenstätigkeit oder einer freiberuflichen oder künstlerischen Tätigkeit oder von Körperschaften, Vereinigungen oder sonstigen Organisationen, welche passive Mehrwertsteuersubjekte sind, durchgeführt werden.

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Intrastat (ital.:  Intrastat)

Das Intrastatverzeichnis wurde vom Art. 50 Gesetzesverordnung Nr. 331/1993 im Anschluss an die Aufhebung der Zollbarrieren innerhalb der Europäischen Union im Jahre 1993 eingeführt. Durch die Intrastat-Meldung wird der tatsächliche Warenverkehr zwischen den in der Europäischen Union ansässigen Inhabern einer MwSt.-Identifikationsnummer an das Zollamt übermittelt.

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IRAP (ital.:  IRAP)

Die regionale Wertschöpfungssteuer IRAP wurde mit der gesetzesvertretenden Verordnung Nr. 446 vom 15.12.97 eingeführt. Es handelt sich um eine regionale Steuer, welche die von den Unternehmen erwirtschaftete Wertschöpfung (Bruttoeinkommen ohne Berücksichtigung der Personalkosten und des Finanzergebnisses) besteuert. Mit dem Haushaltsgesetz 2007 sind Bestimmungen für die Verminderung der Steuerbemessungsgrundlage eingeführt worden. Durch diese Begünstigungen können die gesamten Vor- und Fürsorgebeiträge für die Mitarbeiter mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag geltend gemacht werden. Zusätzlich können für diese Mitarbeiter Abzüge bis zu Euro 5.000 von der Steuerbemessungsgrundlage in Abzug gebracht werden. Verminderungen können auch für Forschungs- und Entwicklungskosten geltend gemacht werden. Für das Steuerjahr 2008 wurde der Steuersatz von 4,25% auf 3,9% vermindert. Da es sich bei der IRAP um eine Regionalsteuer handelt, kann der Steuersatz von Region zu Region variieren. In den autonomen Provinzen Bozen und Trient gilt ein Steuersatz von 3,4%, bei Einhaltung bestimmter Kriterien 2,9%.

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IRES (ital.:  IRES)

Hierbei handelt es sich um eine proportionale Steuer auf das Einkommen folgender juristischer Personen: Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Versicherungsunternehmen auf Gegenseitigkeit, welche im Staatsgebiet ansässig sind; Öffentliche und private Körperschaften, welche im Staatsgebiet ansässig sind und deren ausschließlicher oder vorwiegender Zweck die Ausübung einer Handelstätigkeit ist; Öffentliche und private Körperschaften, die keine Kapitalgesellschaften sind, welche im Staatsgebiet ansässig sind und deren Zweck keine Handelstätigkeit ist; Gesellschaften und Körperschaften jeglicher Art, mit oder ohne Rechtspersönlichkeit, welche nicht im Staatsgebiet ansässig sind. Die Körperschaftssteuer IRES wurde mit gesetzesvertretender Verordnung Nr. 344/2003 eingeführt. Das Einkommen, welches der IRES unterliegt wird gänzlich der Kategorie "Unternehmenseinkommen" zugeordnet (Art. 83, T.U.I.R.), es sei denn es handelt sich um Körperschaften, welche keine unternehmerische Tätigkeit ausüben.

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IRPEF (ital.:  IRPEF)

Es handelt sich um eine Steuer auf alle Einkünfte der natürlichen Personen mit progressivem Charakter (die Steuer wird mit steigenden Steuersätzen dem Einkommen angerechnet). Die IRPEF wird durch den Einheitstext der direkten Steuern, D.P.R. Nr. 917 vom 22.12.1986, geregelt. Steuersätze: Steuerbemessungsgrundlage Euro 0-15.000: 23%, Euro 15.001-28.000: 27%, Euro 28.001-55.000: 38%, Euro 55.001-75.000: 41%, über Euro 75.000: 43%.

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Jahresabschluss (ital.:  Bilancio d’esercizio)

Der Jahresabschluss wird unter anderem von den Art. 2423 - 2435bis, ital. ZGB geregelt. Es handelt sich dabei um die Gesamtheit der Dokumente, welche ein Unternehmen periodisch verfassen muss, um die Vermögens- und Finanzsituation sowie das wirtschatliche Ergebnis wahrheitsgemäß und richtig darzustellen. Der Jahresabschluss besteht aus drei Dokumenten: Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfüllt u.a. zwei Ziele: die Erfüllung der handels- und steuerrechtlichen Verpflichtungen sowie die Bekanntgabe von Informationen über den allgemeinen Geschäftsverlauf des Unternehmens an alle Interessenten (Lieferanten, Gläubigern, Anleger, Gesellschafter, Staat, Mitarbeiter usw.). Die Bestimmungen zum Jahresabschluss, insbesondere der Art. 2428 ital. ZGB sieht vor, dass dem Jahresabschluss der Lagebericht, welcher von den Verwaltern erstellt wird, beigefügt wird. Der Lagebericht beinhaltet Angaben zur Geschäftstätigkeit im allgemeinen, sowie Angaben über die einzelnen Bereiche, in welchen das Unternehmen tätig war, auch über kontrollierte Unternehmen im Hinblick auf Kosten, Erträge und Investitionen. Um ein größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, wird der Jahresabschluss beim zuständigen Firmenregister hinterlegt, welche diesen optisch archiviert und jedem Interessierten zur Verfügung stellt.

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Jahresabschluss in verkürzter Form (ital.:  Bilancio d’esercizio in forma abbreviata)

Der Art. 2435-bis, ZGB, sieht für Unternehmen, welche im ersten oder in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren zwei von folgenden Parametern nicht überschreiten, die Möglichkeit vor, den Jahresabschluss in verkürzter Form zu erstellen: gesamte Bilanzsumme Euro 4.400.000, Erträge aus Lieferungen und Leistungen Euro 8.800.000, durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 50. Dieses Kriterium gilt übrigens auch für die Ernennung des Aufsichtsrates für Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

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Konsortium (ital.:  Consorzio)

Anhand eines Konsortiums (Art. 2602-2620 ZGB) gründen zwei oder mehrere Gesellschaften (oder Unternehmer) eine gemeinsame Organisation, um bestimmte Geschäftsbeziehungen oder um bestimmte Abläufe ihrer Tätigkeit gemeinsam abzuwickeln und um daraus einen Vermögensvorteil in Form von geringeren Kosten und/oder höheren Erträgen zu erzielen. In jedem Fall bleiben die Konsortialpartner selbständig und können, abgesehen von den Vereinbarungen im Konsortialvertrag unabhängig voneinander tätig sein.

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Lagerbestände (ital.:  Rimanenze)

Sofern die Ermittlung der Herstellkosten der einzelnen Güter nicht möglich ist, kann das Unternehmen neben der LIFO-Bewertungsmethode, die FIFO-Methode oder den gewogenen Durchschnittspreis als Bewertungskriterium verwenden. In bestimmten Fällen besteht auch die Möglichkeit eine Abschlagsbewertung zum Verkaufspreis vorzunehmen (im Detailhandel).

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Lagerbuchhaltung (ital.:  Contabilità di magazzino)

Die Unternehmen mit ordentlicher Buchführung sind zur Führung der Lagerbuchhaltung verpflichtet, wenn sie in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren beide Parameter überschreiten: a) Erträge Euro 5.164.568,99 pro Geschäftsjahr; b) Lagerendbestände zum Ende des Geschäftsjahres Euro 1.032.913,80. Die Pflicht zur Führung der Lagerbuchhaltung beginnt ab dem zweiten Geschäftsjahr ab welchem diese Parameter überschritten worden sind. Die Bewegungen der einzelnen Güter (oder Kategorien von Güter) können täglich oder innerhalb bestimmter Zeitabstände, jedoch höchstens monatlich, gebucht werden. Für die Lagerzu- und Abgänge gelten folgende Dokumente als Buchungsbelege: Lieferschein, Rechnung, interner Beleg.

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Leasing (ital.:  Leasing)

Die Leasingraten können steuerlich (direkte Steuern) geltend gemacht werden, wenn der Leasingvertrag eine Mindestdauer von 18 Jahren für Immobilien, von 4 Jahren für Fahrzeuge und für die sonstigen Güter von mindestens 2/3 der entsprechenden Abschreibungsdauer vorsieht.

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Mehrerlöse aus Beteiligungen (ital.:  Participation Exemption)

Die erzielten Mehrerlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen, welche die Voraussetzungen gemäß Art. 87, D.P.R. 917/86 (Dauer des Besitzes der Beteiligung, Eintragung in die Finanzanlagen im Jahresabschluss, Sitz der beteiligten Gesellschaft, Ausübung einer unternehmerischen Tätigkeit) besitzen, werden nur zu einem geringen Teil der Körperschaftssteuer IRES unterworfen (participation exemption). Derzeit werden 5% der Mehrerlöse besteuert. Für die Personengesellschaften und natürlichen Personen gilt eine Steuerbefreiung in Höhe von 60% der erzielten Mehrerlöse.

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Mehrwertsteuer (ital.:  IVA)

Die Bestimmungen zur Mehrwertsteuer sind im Einheitstext, D.P.R. 633/1972, enthalten. Es handelt sich um eine europäische Steuer, welche durch IV EU-Richtlinie von 1977 geregelt wird, um die Besteuerung im gesamten EU-Raum einheitlich zu gestalten.

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Mehrwertsteuer - Gruppenbesteuerung (ital.:  IVA di gruppo)

Die MwSt.-Bestimmungen sehen ein besonderes System der Mehrwertsteuerkompensierung für Unternehmensgruppen vor. Die kontrollierende Gesellschaft führt dabei die periodische Mehrwertsteuerzahlung für alle an der Gruppenbesteuerung beteiligten Gesellschaften durch. Für die Berechnung werden sämtliche Mehrwertsteuerforderungen und -verbindlichkeiten der beteiligten Gesellschaften herangezogen. Für die MwSt.-Gruppenbesteuerung ist es notwendig, dass eine Gesellschaft mindestens 50% der Anteile einer anderen Gesellschaft besitzt.

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Mehrwertsteuerregister (ital.:  Registri IVA)

Die MwSt.-Subjekte sind verpflichtet, folgende Register zu führen: Register der Eingangsrechnungen, Register der Ausgangsrechnungen sowie das Register der Tageseinnahmen. Die MwSt.-Bestimmungen sehen vor, dass bei bestimmten Geschäftsvorgängen weitere Register zu führen sind.

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Nationale Gruppenbesteuerung (ital.:  Consolidato fiscale nazionale)

Die nationale Gruppenbesteuerung (consolidato fiscale nazionale) wird von den Artt. 117 ff. des DPR 917/1986 geregelt. Optiert ein Unternehmen für die Anwendung der nationalen Gruppenbesteuerung, so wird ein Gesamtgewinn bzw. Gesamtverlust der Gruppe als Steuerbemessungsgrundlage aller Unternehmen herangezogen, die an der Gruppenbesteuerung teilnehmen. Die Steuerbemessungsgrundlage kontrollierter Unternehmen wird dabei zur Gänze und nicht nur zum jeweiligen Beteiligungsanteil herangezogen. Voraussetzung für die Anwendung der Gruppenbesteuerung ist das Vorhandensein eines entsprechenden Kontrollverhältnisses. Ein Kontrollverhältnis liegt dann vor, wenn es sich um eine Beteiligung von mehr als 50% am Gesellschaftskapital (nur Aktien mit Stimmrecht werden berücksichtigt) handelt. Die Gewinnbeteiligung muss ebenfalls über 50% liegen. Die Kontrolle muss von Beginn der Steuerperiode an, für welche die Gruppenbesteuerung beantragt wird, bestehen. Das Geschäftsjahr der an der Gruppenbesteuerung beteiligten Gesellschaften muss übereinstimmen. Die Option für die Gruppenbesteuerung ist für drei Jahre bindend. Der wesentliche Vorteil liegt in der Verrechenbarkeit gruppeninterner Verluste, sofern diese nach der Option für die Gruppenbesteuerung entstanden sind.

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NISF (ital.:  INPS)

Das nationale Institut für soziale Fürsorge (NISF) ist die größte italienische Fürsorgeeinrichtung, bei der alle Angestellten des Privatsektors versichert sein müssen, sowie einige Kategorien von Arbeitnehmern des öffentlichen Sektors und der Großteil der Selbständigen.

www.inps.gov.it

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Optische Archivierung (ital.:  Archiviazione ottica)

Die optische Archivierung der Buchhaltungsunterlagen wird von speziellen gesetzlichen Bestimmungen geregelt. Die Bestimmungen sehen verschiedene Verpflichtungen für die optische Archivierung der Dokumente in Papierformat vor, wie beispielsweise die Anbringung der digitalen Unterschrift sowie die Zeitmarke.

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Rechnung (ital.:  Fattura)

Jeder mehrwertsteuerpflichtige Vorgang muss durch eine Rechnung belegt werden. Folgende Angaben muss eine Rechnung enthalten: Ausstellungsdatum, laufende Nummer, Firmenbezeichnung und Mehrwertsteuernummer des Rechnungsausstellers, Art, Qualität und Menge der verkauften Güter und der ausgeführten Leistungen, Steuerbemessungsgrundlage, Mehrwertsteuersatz und Betrag der Mehrwertsteuer, Gesetzesbestimmung für jene Geschäftsvorfälle, welche nicht der Mehrwertsteuer unterworfen, nicht mehrwertsteuerpflichtig oder mehrwertsteuerfrei sind, Angaben zum Lieferschein.

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Rechnungslegungsvorschriften (ital.:  Principi contabili)

Das Zivilgesetzbuch legt nur die grundsätzlichen Bewertungskriterien fest. Diese Bewertungskriterien werden durch die Rechnungslegungsvorschriften, welche vom Nationalen Rat der Wirtschafts- und Steuerberater sowie der Buchhalter ausgearbeitet werden, integriert und ausgelegt.

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Registersteuer (ital.:  Imposta di registro)

Die Bestimmungen zur Registersteuer sind im D.P.R. 131/1986 enthalten. Die Registersteuer wird für alle Urkunden, deren Registrierung verpflichtend oder freiwillig ist, angewandt. Hinsichtlich der Fälligkeit der Registrierungspflicht wird zwischen Urkunden, die einer Registrierung mit festgesetzter Frist unterliegen und solchen, die nur bei Bedarf registriert werden, unterschieden. Höhe der Steuer: Fixbetrag - Euro 67 für Vermietungen von Immobilien in bestimmten Fällen; Euro 168 für alle sonstigen Urkunden; vorherbestimmt - der Betrag der Registersteuer ist von der Tarifordnung auf der Grundlage der Merkmale der Güter festgesetzt, gilt nur für Motorfahrzeuge, Kraftfahrzeuge, Anhänger, Boote; proportional - proportionale Steuer auf der Grundlage des Wertes der Urkunde oder Erklärung.

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Reinvermögen (ital.:  Patrimonio netto)

Das Reinvermögen besteht aus verschiedenen Teilen, welche sich darin unterscheiden, ob sie aus der Einbringung durch die Gesellschafter oder durch die Gesellschaft erwirtschaftete Eigenfinanzierung stammen. Das Reinvermögen besteht im Detail aus folgenden Positionen: Gesellschaftskapital, Rücklage aus dem Aufpreis auf Aktien und Anteile, Aufwertungsrücklage, gesetzliche Rücklage, satzungsmässige Rücklage, Rücklage für eigene Aktien und Anteile, andere Rücklagen, Vorgetragene Gewinne (Verluste) und Gewinn (Verlust) des Geschäftsjahres.

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Reisespesenrückerstattung (ital.:  Rimborso spese per trasferte)

Besteuerung des Einkommens des abhängigen Mitarbeiters: Pauschalvergütungen für Außendiensteinsätze außerhalb des Gemeindegebietes des Unternehmenssitzes werden bis zu einem Höchstbetrag von Euro 46,48 (Euro 77,47 für Auslandsreisen) abzüglich der Reise- und Transportspesen, nicht der Einkommenssteuer unterworfen. Der Betrag wird im Falle der Rückerstattung der Übernachtungs- oder Verpflegungsspesen um ein Drittel vermindert. Im Falle der Rückerstattung der Übernachtungs- und Verpflegungsspesen wird der Betrag um zwei Drittel vermindert. Die Rückerstattung dokumentierter Spesen für Übernachtung, Verpflegung und Transport (Kilometerrückerstattung) unterliegt nicht der Einkommenssteuer. Besteuerung des Unternehmereinkommens: die dokumentierten Spesen für Übernachtung und Verpflegung außerhalb des Gemeindegebietes des Unternehmenssitzes sind bis zu einem Tagessatz von Euro 180,76 (Euro 258,23 für Auslandsreisen) absetzbar. Die Spesen für die Benutzung von privaten Fahrzeugen können im Ausmaß der vom ACI festgesetzten Tarife für Fahrzeuge von höchstens 17 Steuer-PS (20 Steuer-PS im Falle von Dieselfahrzeugen) abgesetzt werden. Die Rückerstattung von Transportkosten (Taxi, Zugticket, etc.) kann steuerlich immer geltend gemacht werden.

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Repräsentationsspesen (direkte Steuern) (ital.:  Spese di rappresentanza (imposte dirette))

Die Absetzbarkeit der Repräsentationsaufwendungen hängt von der Höhe der betrieblichen Erträge ab und wird folgendermaßen berechnet: 1,3% der Umsätze und sonstigen Erträge bis zu Euro 10 Mio, 0,5% der Umsätze über Euro 10 Mio bis 50 Mio, 0,1% der Umsätze über Euro 50 Mio.

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Repräsentationsspesen (Mehrwertsteuer) (ital.:  Spese di rappresentanza (IVA))

Der Mehrwertsteuer auf Repräsentationsspesen ist nicht absetzbar. Die Mehrwertsteuer auf den Ankauf von Geschenken ist absetzbar, sofern der Einzelwert der Güter Euro 25,82 nicht überschreitet.

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Reverse Charge (ital.:  Reverse Charge)

Das reverse-charge-Verfahren ist für bestimmte mehrwertsteuerbare Vorgänge für die Abführung der Mehrwertsteuer vorgesehen. Der Käufer der Waren integriert als passives Mehrwertsteuersubjekt die Rechnung, welche der Verkäufer ohne Mehrwertsteuer ausstellt, durch Angabe des entsprechenden Mehrwertsteuersatzes und der Mehrwertsteuer.

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Spaltung (ital.:  Scissione)

Die Spaltung wird durch die Artikel 2506 - 2506-quater ZGB geregelt. Durch die Spaltung überträgt eine Gesellschaft ihr gesamtes oder Teile ihres Vermögens an andere Gesellschaften, welche bereits bestehen oder neu gegründet werden. Im Sinne des Art. 173 D.P.R. 917/1986 und in Anwendung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralität, behalten die aktiven und passiven Vermögensgegenstände dieselben Werte, welche sie bereits bei der gespaltenen Gesellschaft hatten. Der Artikel 172 D.P.R. 917/1986 legt die Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Verlusten fest (analog wie bei der Fusion).

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Steuereinbehalte (ital.:  Ritenute alla fonte)

Die in den Artikeln 23 bis 25, D.P.R. 600/1973 angegebenen Subjekte (Steuersubstitute) sind verpflichtet, bei der Bezahlung oder bei Anreifung von bestimmten Vergütungen, einen Steuereinbehalt auf den Bruttobetrag vorzunehmen. Es kann sich dabei um eine Steuervorauszahlung (in diesem Fall wird die Vergütung und die einbehaltene Steuer vom Begünstigten in seiner Steuererklärung angegeben) oder um einen definitiven Steuereinbehalt (in diesem Fall werden weder die Vergütung noch die entsprechende Steuer in der Steuererklärung angegeben) handeln. Im Falle der Steuervorauszahlung hat der Steuersubstitut folgende Verpflichtungen: Einbehalt der Steuervorauszahlung bei Bezahlung des Gehaltes, der Vergütung usw., Einzahlung des Steuereinbehaltes mittels Formblatt F24 innerhalb des 16. des darauffolgenden Monats, Übermittlung einer Bestätigung über die Einzahlung an den Begünstigten innerhalb der jährlichen Frist, Einreichung der Steuererklärung 770, welche eine Zusammenfassung der ausbezahlten Vergütungen und der entsprechenden Steuern enthält.

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Transportdokument  (ital.:  Documento di trasporto)

Das Transportdokument muss vor der Übergabe oder der Versendung von Waren ausgestellt werden. Es muss die wichtigsten Angaben über den Geschäftsvorgang enthalten. Es kann aber auch durch die warenbegleitende Rechnung ersetzt werden. Hinsichtlich Form, Größe und Format unterliegt das Dokument keinen gesetzlichen Vorgaben. Das Transportdokument muss in zweifacher Ausfertigung ausgestellt werden, wobei ein Exemplar beim Absender verbleibt und eines dem Käufer ausgehändigt wird. Das Dokument muss folgende Daten enthalten: laufende Nummerierung, Datum, Angaben über Verkäufer, Käufer und Frächter, Menge der beförderten Güter, Beschreibung der beförderten Güter, mit Angaben der Art und Qualität. Weiters ist es angebracht, Angaben über den Grund der Beförderung des Gutes (Verkauf, Reparatur, Ausstellungszweck, usw.) im Transportdokument anzugeben.

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Verjährung (ital.:  Prescrizione)

Der Steuerbescheid muss innerhalb des 31.12. des folgenden vierten Jahres zugestellt werden, in welchem die Steuererklärung eingereicht wurde. Bei unterlassener oder nichtiger Einreichung muss der Steuerbescheid innerhalb des 31.12. des folgenden fünften Jahres mitgeteilt werden. Beispiel: Einkommen des Jahres 2003; Verjährungsfrist bei eingereichter Erklärung: 31.12.08, Verjährungsfrist bei unterlassener Einreichung: 31.12.09.

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Verlust (ital.:  Perdite)

Der Steuerverlust kann höchstens fünf Geschäftsjahre vorgetragen werden. Diese Beschränkung gilt nicht für jene Verluste, welche in den ersten drei Geschäftsjahren entstanden sind; diese sind unbegrenzt vortragbar.

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Wertberichtigung (ital.:  Svalutazione e accantonamenti per rischi su crediti)

Die Wertberichtigungen der Kundenforderungen sind im Ausmaß von 0,5% des Nominalwertes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche nicht durch Versicherungsgarantien gedeckt sind und aus dem Jahresabschluss hervorgehen, steuerlich absetzbar. Für die steuerliche Absetzbarkeit der Zuführung darf der Wertberichtigungsfond ein Ausmaß von höchstens 5% der aus dem Jahresabschluss hervorgehenden Forderungen erreichen. Die Forderungsverluste sind absetzbar, wenn diese aus sicheren und genauen Beweiselementen hervorgehen und in jedem Fall, wenn der Schuldner einem Konkursverfahren unterworfen ist.

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Zinsaufwand (ital.:  Interessi passivi)

Ab dem Geschäftsjahr 2008 können die Zinsaufwendungen abzüglich der Aktivzinsen nur in Höhe von 30% des operativen Bruttoergebnisses steuerlich geltend gemacht werden. Der Überschuss muss auf die Folgejahre vorgetragen werden.

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